Die 11-jährige Abana sitzt im Klassenzimmer.

Eine Zukunft für Abana

Die 11-jährige Abana sitzt im Klassenzimmer.

Eine Zukunft für Abana

Ohne Bildung, keine Arbeit. Ohne Arbeit, kein selbstbestimmtes Leben. Leider ist dieser Lebensweg für viele Kinder in Ghana bittere Realität. Ihre Eltern können es sich nicht leisten, ihnen den Schulbesuch zu finanzieren. Und so müssen die Kinder auf dem Feld oder im Laden mitarbeiten oder als Tagelöhner schuften, anstatt in die Schule zu gehen.

Um diesen Teufelskreis der Armut zu durchbrechen und den Kindern bessere Zukunftsperspektiven zu geben, haben die SOS-Kinderdörfer in der Stadt Zuozugu im Norden Ghanas ein Bildungsprojekt gestartet, um über 100 Mädchen und Jungen zurück in die Schule zu schicken. Auch Abana erhält diese Unterstützung.

Die heute 11-Jährige lebt seit dem Tod ihrer Eltern vor einigen Jahren bei ihrer Tante. Diese kam mit einem winzigen Gemüseladen kaum genug Geld für sich und Abana zusammen. Für Abanas Schulbesuch reichte das Geld keinesfalls. Also musste Adowa mit anpacken: Als Tagelöhnerin arbeitete sie mal als Haushaltshilfe, mal als Lastenträgerin – je nachdem, was angeboten wurde. Die Konsequenz: Immer häufiger fehlte sie im Unterricht und war ständig viel zu erschöpft, um zu lernen oder ihre Schulaufgaben zu machen.

Dann wurde Abana in das Programm „100 Kinder in die Schule“ der SOS-Familienhilfe aufgenommen. Es finanziert die Lehrmaterialien und die Schuluniform, damit die Kinder am Unterricht teilnehmen können. Abana und 119 andere Kinder erhielten eine Grundausstattung. Unter ihnen waren viele, die bisher noch nie in der Schule gewesen waren.

Damit alle Schüler Platz in der einzigen Schule Zuozugus fanden, baute SOS mit Unterstützung lokaler Partner sechs weitere Klassenzimmer. Außerdem erhielten auch die Angehörigen der Kinder Hilfe zur Selbsthilfe, damit der Schulbesuch langfristig auf einer stabilen Basis steht. Die Eltern und Verwandten wurden beispielsweise ermutigt, sich Spargemeinschaften anzuschließen und erhalten Unterstützung beim Umgang mit Geld, bei der Kinderbetreuung oder der Erziehung.

Abana ist dankbar, wieder in der Schule zu sein: „Meine Mutter hat immer zu mir gesagt, wie wichtig eine Ausbildung ist, damit ich es später einmal besser habe. Jetzt kann ich es schaffen.“

Durch Selbsthilfeprojekte und Bildungsarbeit der SOS-Familienhilfe tragen wir in vielen armen Ländern zu Bildung und Ausbildung von hunderttausenden jungen Menschen und somit zur nachhaltigen Entwicklung der betroffenen Gemeinden bei.

Foto: Emma With

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